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Johanneskirche: „Betrachte, meine Seel“. Gottesdienst zur Passionszeit mit drei Arien von J.S. Bach und Felix Mendelssohn

Wann

So., 15. März 2026  
11:00

Veranstaltungstyp

Musik: Benedikt Wesner (Gesang), Heidrun Mertes (Gambe und Cello), Tünde Nagy (Orgel)

Liturgie und Predigt: Herwig Hoffmann

In dem Gottesdienst werden zu hören sein die Arien „Betrachte, meine Seel“ (Johannespassion) und „Komm, süßes Kreuz“ (Matthäuspassion) von Johann Sebastian Bach, sowie die Arie „Es ist genug“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy aus dem Oratorium „Elias“.

Die drei Arien stammen aus unterschiedlichen Werken und Jahrhunderten, doch sie öffnen denselben inneren Raum. Jede von ihnen ist ein Moment des Rückzugs aus dem äußeren Geschehen, ein Monolog der Seele. In Bachs Johannes-Passion lädt „Betrachte, meine Seel“ dazu ein, innezuhalten und das Leiden Christi nicht als Drama, sondern als persönliche Begegnung zu betrachten. „Komm, süßes Kreuz“ aus der Matthäus-Passion geht einen Schritt weiter: Das Leid wird nicht nur gesehen, sondern angenommen – nicht heroisch, sondern still, getragen vom intimen Klang der Viola da gamba. Mendelssohns „Es ist genug“ schließlich zeigt den erschöpften Elias, der an seine Grenze kommt und loslässt. Musikalisch wie inhaltlich führen die drei Arien denselben Weg: vom Hinschauen über das Annehmen bis zum Sich-Übergeben. Sie sind kammermusikalisch, zurückgenommen, fragil – und gerade dadurch öffnen sie einen Raum, in dem die leise Stimme Gottes hörbar wird.

Foto: Bach Statue vor der Thomaskirche in Leipzig; Foto: (c) Herwig Hoffmann

 

 

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